Hannover 96 siegt in Großenenglis

In der Fußball-Bundesliga hat Hannover 96 diese Saison fast nur verloren, aber beim Viktoria-Duathlon war Timo Kuhlmann von den Niedersachsen nicht zu schlagen. Deshalb konnten wir hier die Überschrift formulieren, wie wir schon immer mal lesen wollten. besser wäre nur: "FC Bayern verliert in Großenenglis." Alles Wissenswerte rund um die 22. Auflage und die in Großenenglis ausgetragenen hessischen Meisterschaften haben wir hier zusammengefasst.

 

Der Sieger: Weil Timo Kuhlmann so sportlich ist, hatte er keine Zeit für die niedersächsischen Duathlon-Meisterschaften. Früher war der Hannoveraner Mittlestreckenläufer und rannte die 1500 Meter unter vier Minuten. Nun ist er Triathlet und gleichzeitig Leichtathletik-Trainer. Am Sonntag, als die schnellsten Duathleten des größten Bundeslandes ermittelt wurden, musste er seine Schützlinge bei den niedersächsischen Landesmeisterschaften betreuen. Also suchte er nach einem Wettkampf am Samstag. Im Internet fand er nur Positives über den Viktoria-Duathlon. Kuhlmann machte sich auf den 200 Kilometer langen Weg Richtung Süden, wo er eindrucksvoll gewann, einen Streckenrekord aufstellte (59:26 Minuten) und die “abwechslungsreiche Radstrecke” lobte, auf der er allen auf und davon gefahren war. Ganz schön cool, dieser Kuhlmann, der im Vorjahr beim Ironman-Triathlon auf Hawaii noch hatte aufgeben müssen und erst vor zwei Wochen in Hannover den Marathon in 2:37 Stunden bewältigt hatte.

 

Die Hessenmeister: Hinter dem Niedersachsen Kuhlmann, der die offene Wertung gewann, blieben die Landestitel in Nordhessen. In Abwesenheit des Vorjahressiegers Daniel Gebert (WVC Kassel) triumphierte Tobias Henne vom Tri-Team Fuldatal (1:01:03 Stunden). Der 40-Jährige zählte einst zu den nordhessischen Triathlon-Pionieren. Studium, Job und drei Kinder machten das zeitaufwändige Training dann unmöglich. Henne lief nur noch für den TSV Obervorschütz. Nun hat er wieder Zeit und ist als Senior schneller als die halb so alten Konkurrenten. Mit Simon Jakob (KSV Baunatal, 3.), Thomas Sämann (Tri-Team Fuldatal, 4.) und dem Junioren Eiko Berlitz (CJD Oberurff, 6.) landeten drei weitere Nordhessen unter den besten Sechs.

Auch bei den Frauen blieb der Titel in der Region. Dabei hatte Hennes Team-Kollegin Yvonne Dippel nur auf eine Top-Ten-Platzierung geschielt. Doch nach 1:11:26 hatte die 30-Jährige mehr als eineinhalb Minuten Vorsprung auf Dauerbrennerin Tanja Nehme (Ski-Club Meißner). “Ich habe noch nie etwas gewonnen, außer einem Volkslauf”, freute sich Dippel über die Meisterschaft.

 

Die Teilnehmer: Mehr als 200 Starter - das ist Rekord in Großenenglis.  

 

Die Organisation: Eigenlob stinkt bekanntlich. Deshalb zitieren wir lieber den Gewinner Kuhlmann aus Hannover, der feststellte: “Ein toller Wettkampf. Der Weg hat sich gelohnt.” Wir hoffen, euch hat es ebenfalls gefallen. Falls nicht: Meldet euch einfach und sagt uns, was wir besser machen können. Lob nehmen wir natürlich genauso gern entgegen.

 

Der coolste Teilnehmer: War dann vielleicht doch nicht Timo Kuhlmann, sondern Justin Kiese. Der 18 Jahre alte Schüler des CJD Oberurff ist eigentlich ein unsportlicher Computer-Fan, wie er zugibt. Im Vorjahr hatte er die Strecke im Parka absolviert - wegen einer verlorenen Wette mit seinem Sportlehrer. Diesmal trug er Jeans und wurde fast eine Stunde nach dem Sieger für sein Durchhaltevermögen mit Applaus belohnt.

 

Das Wetter: Ist im April natürlich immer für Überraschungen gut. Als wir am Freitag in T-Shirts aufbauten, strahlte die Sonne. Die Meteorologen kündigten für Samstag aber eine neue Eiszeit mit Regen, Sturm und Gewitter an - mindestens. In ganz kurzen Klamotten setzte sich am Renntag bei acht Grad tatsächlich niemand aufs Rad (außer dem eisenharten Simon Jakob vom KSV Baunatal), aber so schlimm war es dann gar nicht. Wir bedanken uns beim Wettergott und Jörg Kachelmann.

 

Die Ergebnislisten: Gibt es hier zum Download. Erstellt hat sie wie in den vergangenen Jahren Andreas Burow mit seiner Firma Blue Wonder Sport Promotion aus dem sächsischen Meusegast in der Nähe von Pirna. Er und seine Frau sind die coolsten Zeitmesser weit und breit.

 

Die Helfer: Dass alles reibungslos lief, lag vor allem an ihnen. Deshalb sagen wir allen Danke, die rund um den Sportplatz im Einsatz waren - ob Feuerwehrleute, Sanitäter des Roten Kreuzes oder Freiwillige von der TuS Viktoria und anderen Vereinen.

 

Die Sponsoren: Unsere zahlreichen Unterstützer haben wir in der Randspalte aufgeführt. Vielen Dank - besonders an das Fritzlarer Autohaus Wahl, das uns das Führungsfahrzeug zur Verfügung gestellt hat. Merke: Ein Ford fährt vorn.

 

Die Fundsachen: Wie immer sind auch heuer einige Sachen liegen geblieben. Wer etwas vermisst, kann uns eine Nachricht schreiben.

 

Die nächste Auflage: Steigt wahrscheinlich wieder am letzten April-Wochenende 2017. Bis dahin.

Fotos: Bernd Hahn (HNA), Michael Wendel

Glückwunsch an die ersten Sieger

Die ersten Gewinner stehen schon drei Tage vor dem ersten Startschuss fest. Bei unserer Tombalo haben folgende Starter Sachpreise gewonnen:

Andrea Radtke (LC Olympia Wiesbaden)

Rafael Lorenz (SC Neukirchen) 

Elke Reuting (WVC Kassel)

Oliver Klausen (VfL Bad Arolsen)

Niklas Stork (TSV Amititia Viernheim)

Moritz Spitz (TSG Limbach)

Niclas Aue (CJD Oberurff)

Anton Beck (DSW Darmstadt)

Julian Burow (TG Tria Rüsselsheim)

Lea Borst (TSG Limbach)

Die Präsente können am Samstag bei der Startnummernausgabe abgeholt werden.

Wieder Hessische Meisterschaften in Großenenglis

Nach der erfolgreichen Premiere in diesem Jahr richten wir auch 2016 die Hessischen Duathlon-Meisterschaften über die Sprintdistanz aus - diesmal für alle Altersklassen ab Schüler C. Die erneute Vergabe durch den Hessischen Triathlon-Verband (HTV) werten wir auch als Anerkennung für unsere langjährige Arbeit. Alle Athleten - ob Leistungssportler oder Einsteiger - können sich auf den 23. April 2016 freuen. Die Ausschreibung für die 22. Auflage des Viktoria-Duathlons findet ihr hier

 

 

 

 

 

Impressionen vom 21. Viktoria-Duathlon

Alle Fotos von Richard Kasiewicz (HNA)

Mehr Bilder gibt es hier

Souveräne Sieger, Rekorde und ein Starter im Parka - der 21. Viktoria-Duathlon 

Beim 21. Viktoria-Duathlon gab es gleich mehrere Rekorde und einige interessante Randnotizen. Wir haben alles Wichtige zusammengefasst.

Die Sieger: Ganz überlegen sicherten sich Daniel Gebert (WVC Kassel, 1:00:50 Stunde) und Ellen Knoepke (TV Buschhütten, 1:10:35) die Gesamtsiege über die Sprintdistanz. Während es für Gebert der erste Triumph in Großenenglis war, lag Knoepke bereits zum zweiten Mal nach 2012 vorn. Im Vorjahr hatte die ehemalige Mittelstreckenläuferin des PSV Grün-Weiß Kassel noch mit Magenbeschwerden aufgeben müssen. Dafür gewann ihr Mann Daniel 2014 die Männer-Konkurrenz. Heuer wurde er hinter Gebert, Christoph Benz (KSV Baunatal), Georg Dewald (TSV Krofdorf-Gleiberg) und David Lappöhn (KSV Baunatal) Fünfter. Die Gesamtsieger stellten übrigens auch neue Streckenrekorde auf. Denn zum ersten Mal führte unser Hauptrennen über 5 km Laufen, 21 km Radfahren und 2,5 km Laufen. “So schwer war die Radstrecke noch nie”, sagte der Vierte Lappöhn hinterher. Damit meinte er aber nicht den Kurs, sondern den Wind. Von Süden blies es ganz schön kräftig. Im Vergleich zu manchen Jahren war das jedoch nur ein laues Lüftchen. In Großenenglis gab es auch schon Hagelschauern, Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt und Stürme, die Zelte zerfetzten. Früher war also nicht alles besser.

Die Hessenmeister: So viele Nordhessen hat man bei Landesmeisterschaften selten auf dem Siegertreppchen gesehen. Ganz oben standen bei den Männern Gebert und Benz. Bei den Frauen gewann die Südhessin Marion Waid (Tria Team Seligenstadt) vor Kristina Biel (WVC Kassel).

Die Teilnehmer: Mit 200 Teilnehmern kamen so viele Sportler wie noch nie nach Großenenglis, allerdings blieben viele der Vorangemeldeten fern.  

Die Organisation: Wir wollen uns nicht selbst loben. Dafür zitieren wir Martin Hannappel vom Hessischen Triathlon-Verband, der uns bescheinigte, erneut einen “bestens organisierten Wettkampf mit ländlichem Charakter” auf die Beine gestellt zu haben. Auch ein Vertreter der Deutschen Triathlon Union war zufrieden. Und auch von den Teilnehmern gab es fast nur Lob. Zugleich werden wir versuchen, die beiden großen Rennen (Jedermann und Jugend A) in Zukunft noch besser zu entzerren. Sowohl auf der Laufrunde als auch auf der Radstrecke wurde es bisweilen eng.

Der älteste Teilnehmer: Ein Duathlon ohne Jürgen Palt ist kaum vorstellbar. Der 77-Jährige des TSV Heiligenrode hat in 21 Jahren nur zwei Auflagen verpasst - bei der Premiere 1995 wusste der aus Norddeutschland stammende Ausdauersportler noch nicht, wo Großenenglis liegt, wie er Samstag scherzte. Und als wir vor zwei Jahren wegen der hessischen Meisterschaften der Schüler vom Samstag auf den Sonntag ausgewichen sind, musste er auf die Konfirmation seines Enkels. Das haben wir als Entschuldigung natürlich gelten lassen. Diesmal gewann Palt in Großenenglis nicht nur eine Ahle Worscht, sondern auch den hessischen Meistertitel in seiner Altersklasse.

Der Klassenausflug: Vielleicht werden uns einige Neuntklässler der Jugenddorf-Christophorusschule Oberurff in Zukunft auch so treu bleiben wie Palt. Die Jugendlichen absolvierten zum ersten Mal überhaupt einen Wettkampf. Ihr Lehrer Marcel Krug, mehrfacher Ironman-Finisher aus Neuental, hat sie in den vergangenen Wochen darauf vorbereitet. Sie hatten sichtlich Spaß, bissen auf die Zähne, und ein Schüler bewältigte das Rennen über 2,5 km Laufen, 21 km Radfahren und 2,5 km Laufen nach einer Wette sogar im Parka. Dafür gibt es eine Eins im Zeugnis. Leider gab es auch mehrere Stürze. Eine Schülerin verletzte sich dabei so schwer, dass sie mit einer Gehirnerschütterung per Hubschrauber nach Kassel ins Krankenhaus geflogen werden musste. Unser letzter Stand: Es ist nicht so schlimm wie befürchtet. Gute Besserung.

Die Ergebnislisten: Gibt es hier zum Download. Dass die am Samstag so schnell fertig waren, lag an Andreas Burow und seiner Firma Blue Wonder Sport Promotion aus dem sächsischen Meusegast in der Nähe von Pirna, die für die Zeitmessung verantwortlich war. Ihn und seine Frau können wir nur weiterempfehlen.

Die Helfer: Ohne sie wäre so eine Veranstaltung undenkbar. Deshalb bedanken wir uns bei allen Helfern, die am Samstag rund um den Sportplatz im Einsatz waren - ob Feuerwehrleute, Sanitäter des Roten Kreuzes oder Freiwillige von der TuS Viktoria und anderen Vereinen.

Die Sponsoren: Auch sie haben die Veranstaltung in dieser Größenordnung erst möglich gemacht. Wir haben unsere Unterstützer in der Randspalte aufgeführt. Sehr gut kamen bei den Teilnehmern auch die Gutscheine der Firma Wicker an, die uns Gutscheine für die Kasseler Kurhessentherme zur Verfügung gestellt hat.

Die Fundsachen: Auch dieses Jahr sind einige Sachen hier geblieben. Wer sein Funktionshemd oder ein Erdinger-Handtuch vermisst, kann uns eine Nachricht schreiben.

Die nächste Auflage: Steigt wieder am letzten April-Wochenende 2016. Bis dahin.

Vorschau auf die Bike Facts Trophy in der Hessischen/Niedersächsischen Allgemeinen
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Die geänderte Radrunde (7 km)


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Letztes Update am: 21.04.2016,21:30Uhr