Start am 06.06.2010 in Großenenglis
Start am 06.06.2010 in Großenenglis

Großenenglis – Noailles vom 06.06 – 11.06.2010

 

Die Idee die Freundschaftstour zu unserer Partnergemeinde Noailles in Frankreich zum 2.Mal durchzuführen kam schon im Jahr 2008.

Man entschied sich zum 40.Jubiläum der Partnerschaft im Jahr 2010 die Tour wieder in Angriff zu nehmen. So blieb ausreichend Zeit, sich nicht nur beim Training fürs Radfahren, sondern auch in der Organisation der Tour vernünftig vorzubereiten.

 

Am Sonntag den 06.06.2010 war es dann endlich soweit.

13 Radfahrer und 2 Fahrer der Begleitfahrzeuge machten sich auf den Weg in die 840 Kilometer entfernte Partnerstadt.

Vor vielen Angehörigen, Sponsoren und Anhängern der Radfahrer ging es um 9.00 Uhr los Richtung Frankreich.

Unser erstes Ziel sollte uns nach Limburg bringen. Bei besten Wetterbedingungen ging es bis zum späten Nachmittag durch die Lahnberge und auch an der Lahn entlang. Im laufe des Tages wurde es immer schwüler...Gewitter waren angekündigt. Leider war es uns nicht vergönnt gewesen trocken in das Hotel zu kommen.

Ca. 30 Kilometer vor Limburg gerieten wir in ein Gewitter und mussten uns erst mal unterstellen. Aber der Regen ließ leider nicht nach und so entschloss man sich die Tour fortzuführen. Im teilweise strömenden Regen ging es Richtung Limburg. Leider gab es dann Probleme mit den Begleitfahrzeugen die irgendwie abhanden kamen und wir suchten dann den kürzesten Weg zum Ziel. Das erschien uns angesichts der schlechten Wetterbedingungen, die bessere Alternative zu sein. Man landete schließlich auf der B49. Fahrradfahrer sind da nicht erlaubt....aber nirgends ein Hinweisschild darauf..... das war uns aber dann doch egal, denn wir wollten ja ins warme, trockene Hotel....nach ca.25 Kilometer Regenfahrt auf der Bundesstraße kamen wir heil und glücklich nach 168 Kilometern in Limburg an.

Die Erlebnisse des Tages ließen wir bei guten Essen und dem ein oder anderen Weizenbier noch auf uns wirken und freuten uns schon auf die folgenden Etappen.

Auf dem Weg nach Reil an der Mosel/ Windschatten fahren ist so schwierig!!!???
Auf dem Weg nach Reil an der Mosel/ Windschatten fahren ist so schwierig!!!???

Der 2. Tag Von Limburg nach Reil an der Mosel

 

Nachdem die nassen Radklamotten getrocknet waren und die Begleitfahrzeuge wieder gepackt waren, ging es nach einem ausgiebigen Frühstück auf die 2.Etappe mit Ziel Reil an der Mosel.


Gleich vom Start weg ging es kurz nach Limburg lang und teilweise steil den Berg hoch. Da hatten die ersten schon ein wenig Probleme, aber am Berg wurde auf alle gewartet und so konnten wir gemeinsam die lange Abfahrt an die Lahn genießen.


In Bad Ems, kurz vor Koblenz, waren 2 „Ausreißer“ so in Gedanken das sie durch einen Tunnel fuhren der für Radfahrer gesperrt war. Das bemerkten die 2 aber erst als eine „Stimme“ sie aufforderte den Tunnel sofort zu verlassen!!! Die „Ausreißer“ wurden dann mit den Begleitfahrzeug eingefangen und wieder der Gruppe zugeführt.


Danach ging es Richtung Koblenz und wir überquerten den Rhein ohne Probleme, was wir ja aus dem 1999 noch ganz anders in Erinnerung hatten. Danach ging es zügig durch die Innenstadt von Koblenz und wir konnten dann endlich in Ruhe und flach an der Mosel entlang fahren.


Nach 158 Kilometern und besten und vor allem trockenen Radwetter kamen wir am Spätnachmittag in Reil an. Auch hier ließen wir den Tag bei besten Essen und guten deutschen Weizenbieren ausklingen.

Leider kam einer auf die Idee mal die guten Schnäpse der wunderbaren Weinregion zu probieren, was leider zum Ergebnis führte das diese Person am nächsten Tag verflucht wurde. Trotzdem war es ein schöner Abend in einem schöne Biergarten direkt an der Mosel.


Und so freute man sich schon auf den nächsten Tag mit der Etappe nach Luxenburg, die uns aber leider noch länger in Erinnerung bleiben wird!!!

 

 

Der 3. Tag Von Reil an der Mosel nach Luxenburg

 

Ein erinnerungsreicher Tag stand uns auf der 3.Etappe bevor, von dem aber noch keiner was ahnte.

Am frühen Morgen ging es wieder auf die Rennräder und wir fuhren auf relativ flacher Strecke entlang der Mosel. Das Wetter spielte auch an diesen Tag noch mit. Wenig Wind, Sonne und angenehme Temperaturen.

So ging es über ca.100 Kilometer wieder entlang der Mosel bis nach Trier. Dort gab es dann eine kleine Mittagspause. Das Wetter spielte mittlerweile nicht mehr mit, es wurde windig und es fing ein wenig an zu regnen. Kein großes Problem so ging es nach der Pause durch Trier und zum Grenzübergang nach Luxenburg. Was für ein Verkehr!! Eine kurze Pause um ein Foto an der Grenze zu schießen und weiter ging es entlang der Mosel...wo sonst....immer noch flach.

Dann gab es eine letzte Verpflegungspause. Erinnerungen wurden wach an die Frankreichfahrt im Jahr 1999, als man auch in Luxenburg nach der letzten Pause einen gewaltigen Anstieg zu bewältigen hatte. Man machte ein paar Witze, da man nicht wusste wie es weiterging. Die Pause war rum und es ging wieder auf die Räder. Wenige Meter gefahren, Abzweig nach rechts und nicht mehr an der Mosel lang, ging es jetzt steil und lang bergauf. Das war nicht das einzigste Problem, der Himmel hatte sich mittlerweile zugezogen und ein kurzes aber heftiges Gewitter ist aufgezogen. Bis zum nächsten Ort schafften es einige noch trocken anzukommen, weil sie den Berg schnell hochgefahren waren, aber die anderen schafften es nicht und bekamen eine ordentliche Menge Wasser von oben ab. Einen kleinen Sturz gab es auch, aber ausser ein paar Blessuren war nichts passiert. Wenn er GROß ist, ist es wieder gut!!

Nach einer kurzen Regenpause ging es weiter Richtung Ziel....noch ca.20 Kilometer waren es.....der Himmel wurde in der Ferne wieder schwarz....na hoffentlich zieht es vorbei oder wir machen noch einen Abstecher in eine andere Richtung.....wieder ein steiler Berg....man kommt sich vor wie in den Alpen!! Oben angekommen warten auf die letzten der Gruppe und dann sahen wir das Unheil auf uns zukommen. Eine schwarze Wand!! Wahrscheinlich regnet es gleich sagte noch jemand...Witzbold...nach wenigen Kilometer und vielleicht noch 5 Kilometer vor dem Hotel fing es wie aus Eimern an zu regnen.....unterstellen war nicht mehr und da man sowieso schon nass war, war die Devise Augen zu und durch......das Wasser stand zum Teil mehrere Zentimeter auf der Straße. Radfahren fast unmöglich....immerhin ist auf diesen letzten Kilometern bei diesen Sauwetter kein Sturz passiert. Nach 158 Kilometern war unser Ziel endlich erreicht.

Krönung dieses Tages war dann das ausgesprochene Luxushotel in dem wir übernachten mussten....enge Zimmer und kein Fenster zu öffnen und dann die nassen Klamotten....ein tolles Erlebnis.. gut das es nur für eine Nacht war!! Leider war das Frühstück am nächsten Tag auch nicht der Brüller....nicht zu empfehlen diese Absteige!!

 

 

 

Der 4. Tag Von Luxenburg nach Vouziers

 

Nach der Regenschlacht der dritten Etappe und nach einer tollen Nacht in einem Superhotel, mit dem „besten“ Frühstück was man sich vorstellen kann, ging es am frühen Morgen auf die nächste Etappe die uns durch Teile Luxenburgs und Belgiens nach Vouziers in Frankreich führte.

Der Wetterbericht für diesen Tag war auch nicht besser als der vom Vortag.

Es regnete gleich zu Beginn aber nur ganz wenig im Vergleich zum Vortag! Danach war es meistens trocken....das war ja schon mal was.

Die Straßenverhältnisse die uns in Belgien erwarteten übertrafen die Trümmerpisten die wir aus Deutschland kannten noch um ein vielfaches, es gab kaum Straßen, wo es kein Schlagloch gab. Aber es waren ja nicht viele Kilometer die wir durch Belgien mussten.

Am Grenzübergang nach Frankreich wurde dann eine kleine Pause eingelegt um dann auch an der ehemaligen Grenzstation ein Foto zu schießen.

Danach ging es durch Frankreich und die Ardennen. Ein schönes Mittelgebirge mit ganz ordentlich „Rampen“, ja eigentlich könnte man auch sagen Wänden.

Immer wieder ging es nach einer schönen steilen Abfahrt nach der nächsten Kurve wieder steil berghoch. So wurde das Feld weit auseinander gerissen, was für die am Berg etwas besseren immer für Wartezeit sorgte.

Das Wetter hielt und was sehr viel wert war, wir hatten Rückenwind. Wenn man da an die Tour von 1999 denkt, war das eine Spazierfahrt.

Nach einigen Höhenmeter kamen wir am Nachmittag und insgesamt 132 Kilometer in Vouziers an.

Unser Hotel kannten die meisten schon von der letzten Tour nach Frankreich....gegenüber dem Vortag ein Unterschied wie Tag und Nacht. Und beim Abendessen fühlte man sich wie „Gott in Frankreich“. Klasse!

 

Der 5. Tag Von Vouziers nach Sossions

 

 

Die nächste Etappe führte uns heute nach Sossions in der Picardie im Norden von Frankreich.

Es wird eine relativ kurze Etappe sein. Das Frühstück war heute ähnlich wie am Vortag, aber in Frankreich muss man sich wohl an schlechte Frühstücke gewöhnen.

Das Wetter war heute auch nicht der Brüller, immer wieder gab es kurze Regenschauer, aber mittlerweile haben wir uns an Wasser von oben und unten gewöhnt. Mit wenig Wind, aber mit dem beschriebenen Wasser ging es auf die fünfte Etappe. Immer noch ging es durch die Ardennen immer auf und ab. Aber nicht mehr lang und dann wurde es für lange Zeit relativ flach und so kam man zügig voran und man konnte unterwegs auch mal den Besuch von den Kriegsgräber, die es in Frankreich recht häufig gibt, mit einplanen.

Ca. 25 Kilometer vor dem Ende wurde dann noch mal ein kleines Rennen gestartet. Immer wieder kam es zu Ausreißversuchen einzelner Fahrer. Am Ende schaffte es eine Zweiergruppe mit hohen Tempo sich abzusetzen. Für alle hatte dieses kleine Rennen zum Schluss der Etappe viel Spaß gemacht. In Deutschland eigentlich undenkbar, haben die Autofahrer dort viel mehr Rücksicht gezeigt. Hier in Deutschland hätte es da bestimmt einen Unfall oder ein Hupkonzert gegeben!

Kurz vor Sossions haben wir uns dann alle gesammelt und sind gemeinsam ins Hotel gefahren.

Nach 113 Kilometern war die Etappe beendet.

Das Hotel war auch den meisten schon bekannt, leider hat es am Abend viel zu früh geschlossen. So konnte der Besuch der ersten Gruppe aus unserer Patengemeinde Noailles nicht gebührend gefeiert werden.

 

Die letzten Fortsetzungen und Bilder folgen


Hütt-Brauerei
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Letztes Update am: 20.04.2017,20:15Uhr